Was heisst 'bedarfsorientiert'?
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Die Energie- und Heizkosten entwickeln sich zunehmend zur zweiten Miete und werden zusehends zu einer immer schwereren Last für Bürger und somit Verbraucher. Auch mit Blick auf die Umwelt - Stichwort : Klimawandel - ist die effizientere Nutzung von Energie durch Einsparung und Wärmedämmung zwingend notwendig.

 
Der -Energie-Check umfasst eine Analyse des Ist-Zustandes von Außenwänden, Dach, Fenstern, Kellerdecke und Heizungsanlage durch eine Datenaufnahme vor Ort.
     
Was ist nun der 'bedarfsorientierte Energiepass' ?

Der bedarfsorientierte Energiepass benötigt als Eingangsgrössen Daten, bzw. Messwerte zur Gebäudehülle, insbesondere die U-Werte und Flächen aller einzelnen Bauteile, sowie Tabellenwerte zur Anlagenbewertung und zur Ermittlung interner Wärmegewinne.

Der Aufwand zur Erstellung des bedarfsorientierten Energiepasses ist vergleichsweise hoch.

Möglich sind zwei Verfahren:

  • Im Kurzverfahren werden pauschalierte Eingabewerte für Flächen, Bauteil-U-Werte und Anlagendaten auf der Basis von Gebäude- und Anlagen-Typologiedaten verwendet.
  • Im ausführlichen Verfahren werden Flächen, Bauteil-U-Werte und Anlagendaten individuell ermittelt.

Das Berechnungsverfahren entspricht vom theoretischen Ansatz und vom Rechenaufwand dem Bilanzverfahren der Energieeinsparverordnung für Neubauten:

  • Endenergieverbrauch = (Transmissionswärmeverlust + Lüftungswärmeverlust -
    - solare und innere Wärmegewinne + Nutzwärmebedarf Warmwasser) * Aufwandszahl

Das Ergebnis ist ein theoretischer Wert, der von dem in der Praxis erzielbaren Verbrauch abweichen kann, aber einen Gebäudevergleich unabhängig von Nutzer- und Klimaeinflüssen ermöglicht.

Siehe auch:

Energiepass

EnEV

Quellangaben (externe Links)
Bundesverkehrsministerium
 
www.epass-online.de
 
www.enev-online.de

 

 


 
Viele Gebäude im gesamten Bundesgebiet werden den Anforderungen des neuen Energiepasses nicht gerecht werden. Dementsprechend gross sijnd die Widerstände der verschiedenen Intersessengruppen.

Übersicht in Stichpunkten

  • Jedes Gebäude muss bezüglich seiner Bausubstanz begutachtet werden.
  • Der technische Stand der Heizungsanlage muss analysiert werden. Diese Daten fliessen in den Gebäude-Energiepass ein.

Zu diesem bedarfsorientierten Gebäude-Energiepass bestehen von Seiten der Wohnungswirtschaft in Deutschland erhebliche Bedenken, da der Aufwand zur Erstellungeines solchen Energiepasses zeitintensiv und kostenträchtig ist.

Realistischer dürfte jedoch die Einschätzung sein , dass hier aus der Befürchtung heraus argumentiert wird, dass zahlreiche Wohnobjkete - insbesondere Altbauten - nicht mehr zu den gleichen Preisen vermietbar sein werden, ohne drastische Sanierungs-, bzw. Wärmedämm-Massnahmen.

Beispiel einer Detailanalyse
 

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